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Flehen zu Gott
Wie könnte das, was Du geschaffen hast, mein Gott,
vor dir verborgen sein?
Wie könntest Du nicht das ansehen, was Du gemacht
hast?
Wie sollte das, was Du regelnd lenkst, von Deiner
Anwesenheit frei sein?
Wie sollte jemand, der kein Leben besitzt außer
durch Deine Bestimmung, die Fähigkeit haben, vor Dir
zu fliehen?
Wie sollte jemand, der keinen anderen Weg hat außer
in deinem Königreich, vor Dir entkommen?
Gepriesen seist Du!
Jenes deiner Geschöpfe, das Dich am meisten
fürchtet, kennt Dich am besten; das dasjenige unter
ihnen, das sich in demütiger Ergebung am tiefsten
verneigt, ist fleißig damit befasst, Dir zu
gehorchen; und dasjenige unter ihnen, das Du
versorgst, während es einen anderen anbetet, ist am
verachtenswertesten vor Dir!
Gepriesen seist Du!
Derjenige, der Dir andere beigesellt und Deine
Gesandten leugnet, schmälert nicht Deine Autorität;
noch kann derjenige, der Deinem Erlass abgeneigt
ist, Deinen Befehl zurückweisen.
Derjenige, der Deine Macht leugnet, hält sich selbst
nicht fern von Dir. Derjenige, der andere als Dich
anbetet, entkommt Dir nicht.
Derjenige, der nicht willens ist, Dich zu treffen,
wird in dieser Welt kein endloses Leben haben.
Gepriesen seist Du!
Wie mächtig ist Deine Würde, wie überwältigend Deine
Autorität, wie stark Deine Kraft, wie durchdringend
Dein Befehl!
Gepriesen seist Du!
Du hast den Tod für alle Deine Geschöpfe befohlen,
sowohl für ihn, der sich zu Deiner Einheit bekennt
wie auch für jenen, der nicht an Dich glaubt. Jeder
wird den Tod kosten, jeder wird zu dir heimkehren.
Gesegnet seist Du und hoch erhaben bist Du!
Es gibt keinen Gott außer Dir.
Einzig bist Du, es gibt keinen Partner neben Dir.
Ich glaube an Dich, ich bezeuge Deine Gesandten, ich
akzeptiere Dein Buch.
Ich glaube nicht an ein anderes Objekt der Anbetung
neben Dir, ich bin frei von jedem, der einen anderen
anbetet!
Oh Gott, ich erhebe mich am Morgen und beschließe
den Tag, meine guten Werke für nicht erwähnenswert
erachtend, meine Sünden eingestehend, meine Vergehen
zugebend.
Ich bin erniedrigt wegen meiner Verfehlungen gegen
mich selbst. Meine Werke haben mich zerstört, meine
Begierde hat mich ruiniert, meine Leidenschaften
haben mich beraubt.
So bitte ich Dich, mein Herr, wie derjenige, dessen
Seele von seinen weit reichenden Erwartungen
abgelenkt ist; dessen Körper sorglos ist wegen der
Lautlosigkeit seiner Adern; dessen Herz entzückt ist
von der Vielfalt der Gunst, die ihm verliehen wurde;
dessen Nachdenken über das, worauf er zugeht, gering
ist, den falsche Erwartungen überwältigt und
Begierden fasziniert haben, den diese Welt
unterworfen hat und über den der Tod seinen Schatten
geworfen hat.
Ich bitte wie derjenige, dessen zahllos sind und der
seine Vergehen zugibt.
Ich bitte wie derjenige, der keinen Herrn hat außer
Dir, keine Freunde außer Dir, keinen, der ihn vor
Dir verteidigt, und keine Zuflucht vor Dir außer zu
Dir.
Mein Gott, ich bitte Dich bei Deinem Recht, das alle
Deine Geschöpfe in die Pflicht nimmt, bei Deinem
großartigen Namen, mit dem Du Deinen Gesandten
befohlen hast, Dich zu lobpreisen, und bei der
Erhabenheit Deiner herrlichen Existenz, die weder
altert, noch sich wandelt, noch sich verändert, noch
vergeht: segne Mohammad und die Familie Mohammads
und befreie mich von der Bedürftigkeit aller Dinge
dadurch, dass ich Dich anbete; dass Du meine Seele
dadurch, dass ich Dich fürchte, von dieser Welt
ablenkst, und dass Du mich mit dem Überfluss Deiner
Großzügigkeit belohnst durch Deine Gnade!
Zu Dir flehe ich, Dich fürchte ich, und von Dir
suche ich Beistand, und auf Dich hoffe ich, und Dich
flehe ich demütig an, und bei Dir suche ich
Zuflucht, und auf Dich vertraue ich, und von Dir
erbitte ich Hilfe, und an Dich glaube ich, und in
Dich setze ich mein Vertrauen, und auf Deine
Freigebigkeit und Großzügigkeit verlasse ich mich. |