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Bittgebete aus den Sahifa der Ahl-ul-Bayt (ع)
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Lobpreisung Gottes
- Bittgebet Nr. 1 -
von Imam Zain-ul-Abidin (ع)
Alles Lob und Preis gebührt Gott, dem Ersten, vor dem es keinen Ersteren
gab und dem Letzten, nach dem kein Letzterer mehr sein wird.
Das Auge derer, die sehen können, reicht nicht aus, um Ihn zu erblicken;
die Vorstellungskraft derer, die Ihn lobpreisen, reicht nicht aus, um
Ihn zu beschreiben. Mit Seiner Kraft schuf Er jedes Seiner Geschöpfe
neu, und Er gab ihnen die Seinem Willen entsprechende Gestalt.
Dann lies Er sie auf dem Pfad Seiner Wünsche wandeln und schickte sie
aus, den Weg Seiner Liebe zu beschreiten. Sie haben nicht die Kraft,
sich von dem zurückzuhalten, wohin Er sie geschickt hat noch können sie
zu dem gehen, wovon Er sie zurückgehalten hat.
Jedem Geist hat Er aus seiner Versorgung einen bekannten und bemessenden
Unterhalt zugewiesen. Es gibt keine Verminderung dessen, was Er vermehrt
hat, noch ein Vermehren dessen was er gemindert hat. Dann hat Er für
jeden einzelnen eine bestimmte Frist als Lebenszeit festgelegt; Er setzt
jedem Einzelnen ein bestimmtes Ende; in seinen Lebenstagen bewegt er
sich darauf zu und kommt nach gebührendem Verlauf der Jahre seines
Daseins an. Und wenn er seinen letzten Schritt macht, und die
Bereicherung seiner Spanne annimmt, dann bringt Gott ihn zu der
überreichlichen Belohnung oder der gefürchteten Bestrafung, zu der Er
ihn gerufen hat.
„auf dass Er denen, die Böses tun, ihren Lohn gebe für das, was sie
gewirkt, und dass er die, die Gutes tun, mit dem Allerbesten belohne“.
In Seiner Gerechtigkeit.
Heilig sind seine Namen. „Er kann nicht befragt werden nach dem, was Er
tut, aber sie werden befragt werden“.
Alle Lobpreisung gebührt Gott, denn, hätte Er seinen Geschöpfen das
Bewusstsein um Seine Preiswürdigkeit vorenthalten, dann hätten sie
freizügig über Seinen Segen verfügt, über all das, was Er ihnen von
Seinen immer wiederkehrenden Begünstigungen versprach.
Sie hätten sich an Seinen Geschenken bereichert, ohne Ihm je dafür zu
danken. Und, wären sie so, dann hätten sie sich über die Verhältnisse
der Menschlichkeit hinweggesetzt hinein in die Grenzen des Tierischen.
Sie hätten sich entsprechend der Beschreibung in seinem Buche
entwickelt, worin Er sagt:
„Sie sind nur wie das Vieh – nein, sie sind mehr vom Weg abgeirrt!“
Und Lobpreisung gebührt Allah für das, was Er uns über sich Selbst
lehrte, dafür, dass Er in uns die Dankbarkeit zu Ihm bewirkt hat, dass
Er in uns die Dankbarkeit zu Ihm bewirkt hat, dass Er in uns die Tore
des Wissens über Seine Gottheit geöffnet hat, dass Er uns zur
Aufrichtigkeit in der Bezeugung Seiner Einheit geführt hat, und dass Er
uns davor bewahrte, uns gegen Seinen Befehl aufzulehnen, geschweige denn
auch nur Zweifel daran zu hegen. Eine Lobpreisung, damit uns ein Leben
inmitten Seiner Ihn lobpreisenden Geschöpfe beschieden sein mag, auf
dass wir diejenigen überholen, die darum wetteifern, Sein Wohlgefallen
und Seine Vergebung zu gewinnen.
Eine Lobpreisung, durch die Er uns die Finsternis der Spanne zwischen
unserem Tode und dem Tage des Gerichts erhellen möge und uns den Weg der
Wiederauferstehung erleichtere und unseren Rang unter den Zeugen erhöhen
möge an dem Tag, da „jede Seele belohnt werden wird für das, was sie
verdient, und kein Unrecht soll sie leiden“; dem Tag, an dem ein Freund
dem Freunde nichts nützt, und sie keine Hilfe finden werden.
Eine Lobpreisung, das von uns aus bis hin zum höchsten der hohen Himmel
erschallt, in einem
„geschriebenen Buch, bezeugt von denen, die Gott nahe stehen.“
Eine Lobpreisung, durch die wir vom schmerzhaften Feuer Gottes befreit
und in Seine gnadenreiche Nähe geführt werden.
Eine Lobpreisung, durch die wir die Engel in Seiner nächsten Nähe
bewegen, ihr Mitleid über uns zu ergießen und wodurch wir Seinem
Propheten, den Gesandten zusammentreffen in einer Stätte der Ewigkeit,
die nicht vergeht, dem Platz Seiner Großzügigkeit, die sich nicht
verändert.
Und Lobpreisungen gebührt Gott, denn Er hat die Herrlichkeiten Seiner
Schöpfung für uns ausgesucht, Er hat uns die angenehmen Dinge der
Versorgung gewährt, und er hat uns die Auszeichnung verliehen, über die
gesamte Schöpfung zu herrschen; jedes Seiner Geschöpfe unterwirft sich
und durch Seine Kraft und gehorcht uns durch Seine Macht.
Und Lobpreisung gebührt Gott, denn Er hat uns mit Organen zum Ausdehnen
ausgestattet, Er hat uns die Organe zum Zusammenziehen gegeben, uns die
Lebensgeister eingehaucht, uns mit Gliedern zum Handeln versehen; Er
nährte uns mit den angenehmen Dingen der Versorgung, befreite uns von
Bedürftigkeit durch Seine Gnade und verhalf uns durch Seine Güte zum
Wohlstand. Dann hat Er uns befohlen, gewisse Dinge zu tun, um unsere
Demut zu prüfen. Wir aber wandten uns vom Pfade Seines Befehls ab und
schlugen Seine Warnungen in den Wind. Dennoch trieb Er uns nicht eilends
Seiner Bestrafung entgegen, noch drängte Er uns Seiner Vergeltung zu.
Nein, in Seinem großzügigen Erbarmen ließ Er uns langsam vorangehen und
erwartete in Seiner Milde gütig unsere Rückkehr.
Und Lobpreisung gebührt Gott, denn Er zeigte uns den Weg der Reue, den
wir nicht gewonnen hätten außer durch seine Gnade. Hätten wir außer
diesem nichts als Seine Gnade aufzuzählen, selbst dann wäre Sein Urteil
über uns gut. Seine Güte zu uns großartig, Seine Freigiebigkeit für uns
immens. Denn so ist Er bezüglich der Reue mit früheren Völkern nicht
verfahren. Er hat diese Bürde, die wir nicht hätten ertragen können, von
uns genommen, hat er uns nur unsere Fähigkeit entsprechend Pflichten
auferlegt. Er hat uns nur auferlegt, was einfach ist und hat niemanden
von uns einen Vorwand oder eine Entschuldigung gelassen. So ist der
Zugrundegehende unter uns jener, der trotz Ihm zugrunde geht und er
Glückliche unter uns jener, der Ihn anfleht. Und Lobpreisung gebührt
Gott mit allen Lobpreisungen Seiner Engel, die Ihm nahe sind, Seiner
Geschöpfe, die in Seinen Augen am ehrbarsten sind, und eine Lobpreisung,
die andere Lobpreisungen übertrifft wie unser Herr all Seine Geschöpfe
übertrifft.
Daher gebührt Ihm die Lobpreisung für jede einzelne Seiner Gnaden, mit
denen Er uns und alle Seine Diner, die Dahingegangen und die noch
Kommenden, überschüttet hat, und für jede Seiner Gnaden soll sich die
Zahl der Lobpreisungen vermehren und vervielfachen, immer und ewig, bis
zum Tag der Auferstehung; eine Lobpreisung, die kein äußerstes Ende
kennt, deren Anzahl nicht berechnet werden kann, deren Grenze nicht
erreicht werden kann, deren Zeitraum nicht begrenzt werden kann;
Eine Lobpreisung, die eine Verbindung zum Gehorsam für Ihn und zu Seiner
Vergebung wird, ein Band zu Seinem Wohlgefallen, ein Mittel zu Seiner
Vergebung, ein Weg zu Seinem Garten, ein Schutz vor Seiner Verdammnis,
eine Sicherheit vor Seinem Zorn, eine Hilfe, um Ihm gehorsam zu sein,
ein Hindernis vor dem Ungehorsam Ihm gegenüber, eine Unterstützung bei
der Erfüllung Seiner Rechte und Seiner Verpflichtungen:
Eine Lobpreisung, die uns glückselig unter Seinen glückseligen Freunden
macht und uns in die Reihe jener bringt, die durch das Schwert Seiner
Feinde Märtyrer wurden. Er ist ein Freund, lobenswert.
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