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Der heilige Monat Scha'ban » Über den gesegneten Monat
Scha'ban in Überlieferungen
Über den gesegneten Monat
Scha'ban in Überlieferungen
übersetzt von Jasmin M.
Der erste Tag:
Es ist ein Tag von großartiger Vortrefflichkeit, und
es ist von Imam as-Sadiq (ع) überliefert, dass wer
immer diesen Tag fastet, der Himmel ihm zugesichert
wird. Sayyid ibn Tawoos hat vom Propheten Muhammad
(ص) berichtet, dass eine Person, die die ersten
drei Tage fastet und am Vorabend zwei Rakaats
vollbringt, in jeder Raka nach der Sure al-Fatiha 11
mal die Sure al-Ikhlas rezitiert, unglaublichen Lohn
bekommen wird.
Im Bericht des elften Imams wurde die großartige
Vortrefflichkeit des Monats Scha'ban und des ersten
Tages sowie seine Vorzüge zum Ausdruck gebracht.
Thiqatul Islam Noori (möge Allah sein Grab erhellen)
hat das Berichtete am Ende seines Werkes "Kalam et-Tayyib" übersetzt, aber es wäre hier zu lang, um es
auszuführen. Daher wird im folgenden eine
Zusammenfassung vorgebracht:
Am erstens des Scha'bans ging der Befehlshaber der
Gläubigen (ع) an eine Gruppe vorbei, die in einer
Moschee saßen und über das Thema "Schicksal"
diskutierten. Ihre Stimmen erhoben sich als die
Diskussionen hitzig wurden und die
Auseinandersetzungen heftiger. Der Befehlshaber der
Gläubigen (ع) hielt an und grüßte sie. Sie
erwiderten, erhoben sich vor Hochachtung vor ihm und
baten ihn sich ihnen anzuschließen. Ohne ihre Bitte
zu beachten, sprach er zu ihnen:
"Oh ihr Leute, begibt euch nicht
in eine Diskussion, die nicht nutzbringend für euch
ist. Seid ihr euch nicht bewusst, dass es Geschöpfe
Gottes gibt, die zwar nicht dumm oder unfähig sind,
aber dennoch sprachlos sind vor Ehrfurcht vor ihm?
Wann immer sie über die Großartigkeit Allahs
nachdenken, werden ihre Zungen wie zugeschnürt und
ihre werden Herzen schwach, sie verlieren ihre Sinne
und werden verwirrt aufgrund Seiner Herrlichkeit,
Großartigkeit und Erhabenheit. Wenn sie sich von
diesem Zustand wieder besinnen, dann kehren sie sich
sündhaft zu Allah um, obwohl sie von Sünden und
Fehler entfernt sind. Sie sind mit ihrer
Anstrengung, die sie für Allah aufbringen, nicht
zufrieden, noch sehen sie ihre großen Taten als
reichlich an, und ständig verpflichten sie sich
selber zur Bemühung für das Wohlgefallen Allahs.
Wann immer man sie im Gebet sieht, sieht man sie
voller Furcht und geängstigt. Wie könnt ihr euch mit
ihnen vergleichen, ihr die Anfänger? Wisst ihr denn
nicht, dass der weiseste Mann der ist, der der
Ruhigste ist und dass die Ignorantesten die
Lautesten sind? Oh ihr Leute, heute ist der erste
des geehrten Scha'bans. Allah hat ihn so benannt,
weil die guten Sachen in diesem Monat ausgezahlt
werden.
Allah lässt die Tore seiner
Wohltätigkeit in diesem Monat offen, und hat euch
Seinen Palast und die Segnungen bereit gestellt für
ein kleinen Wert eurerseits. Also seid bestrebt
darum (erwerbt diese). Aber der verdammte Teufel
(Iblis) verschönert euch die Fehler und das
Schlechte und ihr geht dabei immer in die Irre und
hin zur Auflehnung verbunden mit dem Bösen und das
sich Abwenden von Tugend, weswegen Allah euch aber
die Tore geöffnet hat. Das ist der erste des
Scha'bans und ein Teil seiner Segnungen sind Gebete,
Fasten, Almosen, Ermahnung zu Tugenden bzw. zum
Guten und das Zurückhalten des Schlechten, Ehren der
Eltern, der Verwandten und der Nachbarn, Beilegung
des Streits und Wohltätigkeit gegenüber den
Bedürftigen und den Armen. Jedoch müsst ihr euch den
Ballast auferlegen, den ihr durch diese Diskussion
über das Schicksal eigentlich gar nicht tragen
könnt. Das Fragen in Angelegenheit, die in Allahs
Hand liegen sind nicht für jeden erlaubt, dies kann
sogar zur Irreleitung führen. Beachte, wenn ihr
wüsstet, was Allah für die Diener hervor gesehen hat,
dann würdet ihr euch nicht in solche Diskussionen
begeben, sondern er würde sich darin beschäftigen
sich die Angelegenheiten von heute aufzuerlegen."
Sie fragten: "Oh Befehlshaber
der Gläubigen, was sind die Angelegenheiten, die
Allah den Dienern für heute hervor gesehen hat?"
Er berichtete ihnen von dem Vorfall, bei dem der
Prophet Muhammad (ص) seine Armee hinaus sandte
gegen die Ungläubigen zu kämpfen. Es war nachts und
während die Ungläubigen einen Nachtangriff gegen die
Muslime planten, waren diese alle am schlafen außer
Zaid bin Harith, Abdullah bin Rawaha, Qatadah bin
No'man und Qays bin Asim Munqari. Jeder von ihnen
war darin beschäftigt zu beten, Quran zu lesen. Die
Feinde schossen Pfeile auf die Muslime ab. Es war
stockfinster, und die Feinde konnten die Muslime
nicht sehen, um ihre Größe zu fürchten und sie waren
den Muslimen so nah, dass sie sie binnen kurzem
töten könnten. Plötzlich strömte ein Licht aus den
Gesichtern der wachgebliebenen Muslime, dass die
ganze muslimische Armee erleuchtet wurde. Dies gab
Anlass, dass die Muslime ihre Schwerter zogen und
die Feinde angriffen, töteten oder verwundeten und
sie ins Gefängnis brachten. Als sie zum Propheten
Muhammad (ص) gingen und sie ihm ihre Begegnung
berichteten, sagte er, dass die Gebete ihrer Brüder
am Vorabend des ersten Scha'bans der Grund waren,
warum ihre Gesichter leuchteten. Iblis verstreute
seine Armee über die ganz Erde und stachelte sie
dazu an, sich richtig zu bemühen die Geschöpfe
Allahs anzulocken. Dem gegenüber verstreute Allah an
diesem Tag seine Engel und befahl ihnen die
Geschöpfe zu umsorgen und sie zu Tugenden/Gutes
anzuhalten und dem zu folgen, wegen ihnen. Die
Geschöpfe werden sich zum Guten wenden, außer den
Ungehorsamen und den Aufständigen, welche sich mit
der Armee von Iblis verbündet haben.
Am ersten des Scha'bans ordnet Allah wahrlich an, die
Tore zum Himmel zu öffnen und den Baum der Tauba und
seine Zweige der Erde zu nähern, und zu dieser Zeit
gibt es eine Offenbarmachung von Allah:
"Oh Geschöpfe Gottes, dieses
sind die Zweige des Baumes Tuba. Haltet euch an
ihnen fest, damit sie euch zum Himmel heben, und
diese sind die Zweige des Baumes Zaqum. Hütet euch
vor ihnen, denn sie führen zur Hölle."
Der heilige Prophet (ص) sagte:
"Bei demjenigen, der mich zum Propheten ernannt hat,
wer auch immer eine Tugend (oder etwas Gutes) an
diesem Tag übernimmt, wird einen Zweig der Zweige
des Baumes Tuba halten, welche ihm in den Himmel
bringen werden, und wer auch immer eine Boshaft an
diesem Tag annehmen wird, wird wahrlich einen Zweig
der Zweige des Baumes Zaqum halten, welche ihn in
das Feuer führt."
Wer auch immer freiwillig Gebete am ersten des
Scha'bans vollzieht, um damit das Wohlgefallen Allahs
zu erlangen, der wird einen seiner Zweige festhalten.
Wer auch immer diesen Tag fastet, wird gewiss einen
seiner Zweige fassen.
Wer auch immer einen Streit schlichtet zwischen
einem Ehemann und einer Ehefrau, einem Vater oder
einem Sohn, oder unter Verwandten, Nachbarn oder
anderen Leuten wird gewiss einen seiner Zweige
festhalten.
Wer auch immer jemanden bei den Schulden hilft oder
sie mindert, der hält wahrlich einen seiner
Zweige.
Wer auch immer seine Konten überprüft und einen
Schuldensatz wegen ihm feststellt, von dem er nicht
mehr auf Rückzahlung hofft und er ihm dann diese
erlässt, der hat wahrlich einen seiner Zweige
gefasst.
Wer auch immer für eine Bürgerschaft eines Waisen
steht, der hält gewiss einen seiner Zweige.
Wer auch immer die Würde eines Gläubigen vor Torheit
beschützt, der fasst gewiss einen seiner Zweige.
Wer auch immer den heiligen Quran liest oder einen
Teil davon, hat sicher einen seiner Zweige in der
Hand.
Wer auch immer Allahs gedenkt und Seine Wohltaten
zählt und seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringt, hat
wahrlich einen seiner Zweige gehalten.
Wer auch immer eine kranke Person besucht, hat
wahrlich einen seiner Zweige gefasst.
Wer auch immer sich tugendhaft vor seinen Eltern
oder einem von ihnen verhält, der hält gewiss einen
seiner Zweige fest.
Wer auch immer einen erfreut, den er vorher erzürnt
hat, der hält ebenfalls einen seiner Zweige fest.
Wer auch immer an einer Beerdigung teilnimmt, der
hat wahrlich einen seiner Zweige in der Hand.
Wer auch immer heute eine betrübte Person tröstet,
hält wahrlich einen seiner Zweige.
Und ebenfalls, wer auch immer etwas Gutes an diesem
Tag macht, der hat wahrlich einen seiner Zweige
festgehalten.
Der heilige Gesandte (ص) sagte: Bei dem, der mich
zum Propheten ernannt hat, wer auch immer sich an
diesem Tag in Übel oder Sünde begibt, hat wahrlich
einen der Zweige des Baumes Zaqum gefasst, welcher
ihm in das Feuer der Hölle ziehen wird.
Bei dem, der mich als Gesandter entsandte, wer auch
immer gegenüber seinen Pflichtgebeten an diesem Tag
nachlässig ist, der hält wahrlich einen Zweig dieses
Baumes fest.
Wem auch immer sich eine schwache oder arme Person
annähert, dessen Verfassung man sich bewusst ist und
man in der Lage ist ihm zu helfen, ohne für sich
selber ein Leid davon zu tragen, und es gibt
niemanden, der diesem Armen helfen kann, und sogar
sich von ihm abwendet und er zusammenklappt ohne
dass er seine Hände festhält, hat wahrlich einen
Zweig dieses Baumes gefasst.
Wer auch immer eine Entschuldigung von jemandem
bekommt, der ihm Unrecht tat, und von ihm verlangt
ihn zu bestrafen, für mehr als das, was er Falsches
gemacht hat, dann hat er wahrlich war einen Zweig
dieses Baumes gefasst.
Wer auch immer eine Trennung zwischen Ehemann und
Ehefrau oder Eltern und Kind, zwischen Brüdern, oder
Brüdern und Schwestern oder Verwandte, Nachbarn,
zwei Freunde oder zwei Schwestern, der hat wahrlich
einen Zweig dieses Baumes in der Hand.
Wer auch immer sich der Notlage einer Person bewusst
ist, und jedoch noch hart zu ihr ist und ihre Misere
durch seinen Zorn vermehrt, der hat wahrlich einen
Zweig dieses Baumes erfasst.
Wer auch immer verschuldet ist und seine Schulden
abstreitet und bemüht ist, dies zu entkräften, hält
wahrlich einen Zweig dieses Baumes.
Wer auch immer einen Waisen belästigt, ihm Probleme
und Ärger bereitet oder sein Besitz zerstört, hält
einen Zweig dieses Baumes fest.
Wer auch immer sich an dem Ruf eines gläubigen
Bruders versündigt und verursacht, dass die Leute
ihm Missfallen entgegenbringen, dann hat er wahrlich
einen Zweig dieses Baumes in der Hand.
Wer auch immer in einer Weise singt, dass Leute
dadurch in Sünden fallen, hat wahrlich einen Zweig
dieses Baumes gefasst.
Wer auch immer da sitzt und seine schlechten Taten
und Unterdrückung während eines Krieges erzählt, und
stolz darauf ist, dann hält er wahrlich einen Zweig
dieses Baumes.
Wer auch immer einen erkrankten Nachbar hat, ihn
aber nicht besucht, da er ihn minderwertiger als
sich selbst ansieht, hat einen Zweig dieses Baumes
in der Hand.
Wer auch immer es versagt an der Beerdigung des
Nachbars teilzunehmen, nur weil er ihn als schlecht
betrachtet, hat wahrlich einen Zweig dieses Baumes
gefasst.
Wer auch immer sich von einer bedrückten Person
abwendet und sie unterdrückt, indem er sie als etwas
Schlechtes ansieht, hält wahrlich einen Zweig dieses
Baumes in der Hand.
Wer auch immer von seinen Eltern enterbt wird und
obwohl er dazu in der Lage ist, sie zu bitten nicht
so zu verfahren, hat wahrlich einen Zweig dieses
Baumes gefasst.
Und ebenfalls wer auch immer etwas Schlechtes macht,
hat gewiss einen Zweig des Baumes Zaqum in der Hand.
Bei dem, der mich als Gesandter entsandte, die
Zweige des Baumes Tuba werden diejenigen zum Himmel
erhöhen, die sich an ihnen festgehalten haben."
In diesem Moment schaute der heilige Prophet (ص)
für kurze Zeit zum Himmel und war erfreut und dann
senkt er seinen Blick auf die Erde, war aber dann
unzufrieden, er drehte sich zu seinen Gefährten und
sagte: Bei dem, der Muhammad als Prophet entsandte,
wahrlich ich habe den Baum Tuba gesehen, wie er sich
selbst erhöhte und mit sich all diejenigen, die
daran hangen, Richtung Himmel. Und ich sah
diejenigen, die ein oder mehrere Zweige hielten,
gemäß der Stufe ihrer Gehorsamkeit. Wahrlich ich sah Zayd ibn Harith, wie er an eine gewisse Zahl an
Zweigen hing, und sie erhöhten ihn zu dem höchsten
Platz im Himmel. So wurde ich erfreut. Dann senkte
ich meinen Blick zur Erde. Bei dem, der mich als
Gesandter entsandte, sah ich dann den Baum Zaqum.
Seine Zweige senkten sich selbst zur Hölle und all
diejenigen, die an einem oder mehrere hingen, als
das Ergebnis ihrer üblen Taten. Wahrlich, ich sah
einige Heuchler an eine Zahl von Zweigen dranhängen
und sie zum niedrigsten Abgrund der Hölle sinken. So
wurde ich traurig. |