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6. Die Anrufung der Dankbaren (Munajat-usch-Schakirin)
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Im Namen
Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
Mein Gott,
das dauernde Strömen Deiner Gaben versetzt mich in
Staunen
und lässt mir keine Gelegenheit, Dir zu danken;
Deine fortwährende Huld macht mich unfähig, Dein Lob
aufzuzählen;
Deine ununterbrochenen Gunsterweisungen lenken mich
davon ab,
Dich gebührend zu preisen,
und Deine unbegrenzte Güte belastet mich so sehr,
dass ich es kaum ertragen kann.
So stehe ich hier demütig vor Dir und bekenne meine
Schuld,
dass ich undankbar, nachlässig und unachtsam gewesen
bin.
Doch ich bin voller Hoffung,
denn Du bist der Bramherzige,
der Gnädige,
der Gütige und der Freigebige,
Der den, der Ihn aufsucht, nicht enttäuscht, und
den, der auf Ihn hofft, nicht von Sich weist.
Diejenigen, die sich voller Hoffnung zu Dir kehren,
bringen Dir ihre Ehrerbietungen dar; auf Deine Huld
richten sich die Hoffnungen derer,
die um Deine Gaben bitten.
So erwidere unsere Sehnsucht nicht mit Enttäuschung,
und bekleide uns nicht mit Verzweiflung.
Mein Gott,
auch wenn mein Dank so gering erscheint angesichts
der Fülle Deiner Gnaden,
und mein Lob so bescheiden angesichts Deiner
Freigebigkeit,
bin ich mir doch bewusst, dass Du mir durch Licht
Deinen Glauben erleuchtet hast,
mich durch Deine Güte gewürdigt,
mich durch deine Barmherzigkeit ausgezeichnet
und mich durch Deine Liebe an Dich gekettet hast.
Deine Gaben sind so zahlreich, dass meine Zunge zu
schwach ist, sie alle aufzuzählen;
Deine Geschenke sind so reichlich, dass mein
Verstand unfähig ist, sie alle zu erfassen.
Wie kann ich in Deinen Augen als dankbarer Mensch
erscheinen,
wenn meine Dankbarkeit doch so unvollkommen bleibt?
Wie kann ich mich als Reisender zu Dir erweisen,
wenn mein Lobpreis doch Deine Erhabenheit nie
erreichen kann?
Mein Gott,
da Du uns durch Deine Gnade ernährst und uns durch
Deine Leitung erziehst,
vollende Deine Güte und bewahre uns vor Deiner
Missbilligung,
gewähre uns Deine Barmherzigkeit,
sowohl in dieser wie auch in der künftigen Welt,
in der höchsten, erhabensten Weise,
jetzt und immerdar.
Dein ist das schönste Lob in all unseren Prüfungen.
Es kommt von dem, der zufrieden stellen kann stets
bereit ist,
die Fülle Deiner Güte und den Reichtum Deiner Gaben
zu erlangen.
O Du Erhabener,
o Edelmütiger, bei Deiner Barmherzigkeit,
o Du Barmherzigster aller Barmherzigen.
Quelle: Islamisches Echo in Europa Folge 9: "Bittgebete"
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